Ansprechpartnerin

Dr. Pia Braul

Caritasverband für Saarbrücken
und Umgebung e. V.

Johannisstr. 2
66111 Saarbrücken

Tel.: (0681) 30 90 6-34
Fax: (0681) 30 90 6-73
Mail:
braul@caritas-saarbruecken.de

 

 
Ansprechpartnerin

Rudolf Bard

Caritasverband für Saarbrücken
und Umgebung e. V.

Johannisstr. 2
66111 Saarbrücken

Tel.: (0681) 30 90 6-41
Fax: (0681) 30 90 6-73
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Caritas Sprachpaten unterstützen Integration von Migranten

 
Saarbrücken Ein gelungenes Beispiel dafür, dass von einem Ehrenamt immer zwei Seiten profitieren, nämlich sowohl derjenige, der sich engagiert, als auch derjenige, dem geholfen wird, ist das Projekt der Sprach- und Lernpaten beim Saarbrücker Caritasverband.

Zusammenkunft der Sprachpaten zum Austausch

Im Haus der Caritas trafen sich am 22. Januar die Sprachpaten des Caritas Migrationsdienstes zu ihrem jährlichen Erfahrungsaustausch. Zwanzig ehrenamtliche Helfer haben im letzten Jahr rund 80 Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien bei schulischen und privaten Fragen unterstützt und begleitet. Besonders erfreut war Frau Dr. Pia Braul vom Migrationsdienst des Saarbrücker Caritasverbandes, dass sich die Zahl der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im letzten Jahr so positiv entwickelt hat und unter den ehrenamtlichen Sprachpaten auch acht Helfer sind, die selbst einen Migrationshintergrund haben. Sie kennen aus eigenem Erfahren und Erleben die Situation und können vor diesem Hintergrund hilfreiche Erfahrungen weitergeben.

 



Wie verschiedene Studien in der jüngsten Vergangenheit immer wieder belegt haben, sind Kinder von Migranten vor allem in Sachen Bildung sehr benachteiligt. Sprachliche und schulische Probleme werden für sie oft zu Stolpersteinen auf ihrem beruflichen Werdegang und auch bei der sozialen Integration.
Hier setzen die Sprachpaten des Migrationsdienstes an.
Sie gehen gemeinsam in den Zoo, in die Bücherei, ins Kino oder auch einmal ins Museum: Fast "nebenbei" bringen so ehrenamtliche Sprachpaten ihren Schützlingen die deutsche Sprache näher, helfen bei den Hausaufgaben und fördern Fähigkeiten und Neigungen ihrer Schützlinge. Durch eine Fülle von passgenauen Hilfen und Angeboten wird nicht nur die sprachliche, sondern auch die soziale und schulische Integration gefördert, betont Dr. Pia Braul, die das Projekt der Sprachpaten beim Saarbrücker Caritasverband begleitet.

"Informelles Lernen" heißt das pädagogische Konzept, das den wissenschaftlichen Hintergrund für das Projekt bildet: "Studien haben erwiesen, dass bei Kindern ein Großteil des Lernens am besten nebenbei abläuft", erklärt Dr. Pia Braul.
Deshalb dürften die Treffen mit den Sprachpaten nicht mit der herkömmlichen Hausaufgabenbetreuung oder Nachhilfe verwechselt werden. Vielmehr werden spielerisch Fähigkeiten vermittelt. Trotzdem wird auch schon mal Lesen oder ein Diktat geübt.

Die Jugendlichen stammen aus der Türkei, Russland, Afghanistan, China und dem Kosovo
Für zwei thailändische Jugendliche wird derzeit noch nach geeigneten Sprach- und Lernpaten gesucht. Es ist keine Voraussetzung, dass der entsprechende Sprachpate die Sprache des jeweils von ihm betreuten Jugendlichen kann. Vielmehr sollten die Sprachpaten Freude mitbringen, mit Kindern und Jugendlichen zu lesen, zu lernen, sich über die unterschiedlichen Kulturen auszutauschen sowie Geduld und die Bereitschaft sich in die schulischen Themenbereiche einzuarbeiten.

 

Wenn Sie Zeit und Interesse haben sich zu engagieren, ob in der Begleitung einer Einzelperson, einer Familie oder durch die Hilfe bei Schulaufgaben, sind Sie eingeladen sich bei der Saarbrücker Caritas zu melden

Sprachpaten besuchen Hindu-Tempel

Beim letzten Zusammentreffen aller ehrenamtlichen Sprachpaten des Caritas- Migrationsdienstes in Saarbrücken entstand der Wunsch, sich mehr über die Herkunftsländer der Menschen zu informieren und Hintergründe über ihre religiösen Sitten, und Gebräuche zu haben. So trafen sich 18 Integrationspaten zusammen mit Mitarbeitern des Saarbrücker Caritasverbandes um den Hindu-Tempel in Sulzbach zu besuchen.

„Es war wie das Eintauchen in eine völlig neue Welt, farbenfroh, fremd und doch hatte ich das Gefühl, dass hier eine heilige Handlung stattfindet“, sagte Frau Margarete Sztek-Heinzel, eine von den ehrenamtlichen Integrationshelferinnen.

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