Caritasverband Saarbrücken, 04.02.2010

Einwanderern eine berufliche Zukunft geben

Staatssekretärin Frau Gaby Schäfer besucht Caritasverband Saarbrücken

Einwanderern eine berufliche Zukunft geben

 

Staatssekretärin Frau Gaby Schäfer besucht Caritasverband Saarbrücken

 

 

Saarbrücken: Beim Besuch der Staatssekretärin Gaby Schäfer im Haus der Caritas konnten Caritasdirektor Johannes Simon zusammen mit dem Schulleiter des Altenhilfe-Qualifikations-Zentrums in St. Wendel, Herrn Ernst Neff, sowie 12 Auszubildende  die Angebote der Caritas für Migranten in der Altenpflege vorstellen.

 

„Angesichts der demographischen Entwicklung in den nächsten Jahren ist mit einem Anwachsen der Menschen mit Migrationshintergrund zu rechnen, die selbst hilfe- und pflegebedürftig sein werden“, betonte Caritasdirektor Johannes Simon. Aus diesem Grunde ist es dem Caritasverband wichtig, im Zuge der kultursensiblen Altenpflege auch Pflegekräfte auszubilden, die sich mit dem Leben und der Geschichte von Migranten auskennen und aus eigenen Erleben Erfahrungen und Sprachkenntnisse mitbringen. Beeindruckend schilderten die zwölf Einwanderer ihre Erfahrungen aus dem Herkunftsland und ihre Motivation, einen Beruf in der Altenpflege zu ergreifen. „Ich wollte schon immer einen Beruf haben, der mit Menschen zu tun hat und in dem ich etwas im medizinischen Bereich arbeiten kann“, berichtete eine der Teilnehmerinnen, die aus Ghana stammt. „In meinem Praktikum habe ich so viel Positives erlebt, dass ich mir sicher bin, dass dieser Beruf mir viel Freude bereiten wird. Deshalb war ich sehr froh über das Angebot, die Ausbildung zur Altenpflegerin im Altenhilfe-Qualifikations-Zentrum in St. Wendel zu absolvieren“.

 

„Qualifizierte Fachkräfte werden in der Zukunft mehr den je gebraucht werden“, betonte die Landesintegrationsbeauftragte Gaby Schäfer, denn ca. 18 % der saarländischen Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Frau Gaby Schäfer sagte weiter: „Ich habe große Hochachtung vor Menschen, die sich trauen, in einer anderen Sprache und teilweise anderen Schrift in einem solch anspruchsvollen Beruf eine Ausbildung zu absolvieren“.

Gerade diese Ausbildungsmöglichkeit des Caritasverbandes gibt Einwanderern – vor allem auch Frauen – die Möglichkeit, einen qualifizierten Berufsabschluss zu erwerben, mit dem sie später gute Chancen haben, einen Arbeitsplatz zu finden.

 

Neben der schulischen Ausbildung in St. Wendel werden die Teilnehmer dieser Ausbildungsmaßnahme einmal in der Woche im Haus der Caritas von einer ehrenamtlichen Stützlehrerin begleitet. Durch diese Begleitung sollen vor allem die sprachlichen Defizite aufgefangen werden.

 

„Von Seiten der Einwanderer stößt diese Ausbildungsmöglichkeit in der Altenpflege auf ein breites Interesse“, berichtet Dr. Pia Braul, die sich zusammen mit den Kollegen aus dem Caritas-Migrationsdienst um die Integration der Migranten kümmert.

Zurzeit stehen 17 Teilnehmerinnen in den Startlöchern, um an einem nächsten Ausbildungskurs bzw. an einem Praktikum für die Arbeit in der Altenpflege teilzunehmen berichtet Frau Braul weiter.

 

Damit die interessierten Migrantinnen einen Einblick in die Arbeit bekommen, soll zunächst ein Praktikum, das in Zusammenarbeit mit dem Altenhilfe-Qualifikations-Zentrum in St. Wendel angeboten wird, interessierten Teilnehmern erste Erfahrungen in Altenhilfeeinrichtungen ermöglichen. An diese betriebliche Trainingsmaßnahme schließt sich dann später Ausbildungsmöglichkeiten zum Altenpflegehelfer bzw. Altenpfleger an.

 

Frau Gaby Schäfer dankte dem Caritasverband für sein Engagement für die Migranten und betonte, dass vor allem der Schritt in die Berufs- und Arbeitswelt ein wichtiger Baustein für die Integration von Migranten darstellt.

 

Weitere Informationen über die Ausbildungsmöglichkeiten erhalten Sie beim Altenhilfe-Qualifikations-Zentrum in St. Wendel unter der Telefonnummer 06851/939980 und bei Frau Dr. Pia Braul, Tel.: 0681/30 90 60.