Netzwerk Caritas:Bildung digital

Die Pandemie der letzten Monate hat deutlich gezeigt, dass die Digitalisierung in vielen Bereichen bisher zu kurz gekommen ist. Gerade die Herausforderung des Home Schoolings hat deutlich gemacht, dass die Umsetzung des Bildungsauftrages nur bedingt und lückenhaft vollzogen werden konnte, da es an digitalen Plattformen, Angeboten und Ausstattung gefehlt hatte. So war es Schüler*innen aus sozial schwachen Verhältnissen kaum oder nicht möglich an Lerninhalte zu kommen, da es an Hardware und Know-How gefehlt hat.

Und hier setzt Netzwerk Caritas:Bildung digital an: die Auswirkungen der Pandemie abzudämpfen und zu versuchen, Familien mit Ihren Kindern im vieldiskutierten Digitalisierungstrend nicht zu vergessen.

Zentraler Aspekt ist die Unterstützung von Familien mit deren Kindern zur Verhinderung oder zumindest Abschwächung von Bildungsbenachteiligungen. Dabei soll zum einen der materielle Baustein gelegt werden, um Familien am Existenzminimum die Möglichkeit durch Finanzierung bzw. Zuschüsse den Zugang zum Hardware zu ermöglichen. Dabei wird schon bei der Auswahl der Hardware beratend zur Seite gestanden, bei der Einrichtung, Installation von Apps und Konfiguration. Auch der Umgang mit der digitalen Welt, den Gefahren, den möglichen Schutzmechanismen und Aspekte des Datenschutzes und des Schutzes der eigenen Person im Internetdschungel soll in diesem Projekt vermittelt werden. Dabei wird auch auf das Alter der Schüler*innen geschaut, denn ein*e 7-Jährige*r hat andere Bedürfnisse und andere Kenntnisse als ein*e 14- Jährige*r.

Jannis Schlick am SchreibtischProjektleiter ist Herr Jannis Schlick, seit 2019 Mitarbeiter im Caritasverband Saarbrücken, studierter Grundschullehrer und Medienpädagoge. Er erstellt das Konzept für das stufenweise Ausrollen in die verschiedenen Gemeinwesensarbeitstellen. Honorarkräfte, die von Herrn Schlick geschult werden, stellen sicher, dass Familien ca. 2 h zweiwöchentlich betreut werden können.

Das Projekt ist zum 15. Oktober 2020 gestartet und ist auf 12 Monate ausgelegt.

Im weiteren Verlauf kann das Schulungskonzept für weitere Zielgruppen (Senior*innen, Jugendgruppen, etc.) und durch weitere Verbreitungskanäle (Webinare, Videokonferenzen, Beratungschats etc.) erweitert werden.