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Stand: 17.03.2020

Pressemitteilung

Wohnungslosigkeit

Bundesweite Statistik ist eine gute Grundlage, um Wohnungslosigkeit besser zu bekämpfen

„Wohnungslosigkeit ist eine extreme Form sozialer Ausgrenzung. Der Verlust einer Wohnung geht meist einher mit sozialer Isolation, Stigmatisierung, häufig auch mit Gewalt im öffentlichen Raum, und viele wohnungslose Menschen haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung“, sagt Caritas-Präsident Peter Neher. „Wir begrüßen, dass die Bundesregierung dieses Thema auf die Agenda setzt und mit einer bundesweiten Statistik endlich die Grundlagen für eine zielgerichtete und effizientere Bekämpfung von Wohnungslosigkeit schafft“.

Der Bundestag berät am Freitag, den 13. Dezember den entsprechenden Gesetzentwurf in erster Lesung. Gezählt werden laut Gesetzentwurf zunächst nur wohnungslose Menschen, denen von den Kommunen oder der Freien Wohlfahrt Räume oder Übernachtungsgelegenheiten zur Verfügung gestellt werden. Erfasst werden soll auch, wie die Menschen untergebracht werden und welche Strukturen regional vorhanden sind.

Alle wohnungslosen Menschen erfassen

„Es ist überfällig , dass der Bund endlich Zahlen erhebt, um konkret feststellen zu können wie viele Menschen in einzelnen Regionen von Wohnungslosigkeit betroffen sind, wie alt sie sind, welchen Familienstand sie haben und wo und wie sie untergebracht sind. Das ist ein wichtiger Schritt für eine gute Sozialplanung. Gerade in Städten wie Berlin haben einmal wohnungslos gewordene Personen  kaum eine Chance auf dem Wohnungsmarkt“, betont Ulrike Kostka, Vorsitzende der KAG W und Direktorin des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin. Nicht erfasst werden im Moment Menschen, die auf der Straße leben oder bei Familie, Freunden und Bekannten notfallmäßig untergekommen sind. Der DCV und seine KAG W erhoffen sich langfristig eine komplette Erfassung aller wohnungslosen Personen. Berlin führt in diesem Bereich im Januar 2020 eine erste Erfassung Obdachloser auf der Straße durch.

Der Deutsche Caritasverband und seine KAG W fordern weitere Forschungsanstrengungen, um perspektivisch ein umfassendes Bild von Wohnungslosigkeit in Deutschland zu erhalten.

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