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Stand: 17.03.2020

Pressemitteilung

kirche:mobil! in Völklingen offiziell gestartet

Geschäfte schließen, Vereine überaltern oder sterben aus und auch die Kirche und der sonntägliche Gottesdienst verlieren zunehmend an Bedeutung. Das kirche:mobil! könnte dazu beitragen, der Kirche und der Caritas vor Ort ein neues Gesicht zu geben."

Kirchenmobil

"Wir wollen als Kirche bei den Menschen sein", sagt Pastoralreferent Christoph Morgen. Zusammen mit Diakon Christoph Storb und Gemeindereferentin Carla Martin leitet er das Projekt "kirche:mobil!" im Dekanat Völklingen. Am 14. Februar fiel in Püttlingen der offizielle Startschuss für das Projekt.

"Das "kirche:mobil!" ist ein umgebauter Transporter, den man sich wie ein Bäckerauto vorstellen kann", erklärt Pastoralreferent Morgen. "Wenn das Mobil irgendwo ankommt, kann man die Schiebetür an der Seite öffnen, eine Markise rausdrehen, Stehtische, Stühle und einen kleinen Tisch aufbauen - und schon ist Kirche vor Ort".

Das Projekt wurde im Mai letzten Jahres als Projekt des Bistums Trier bewilligt. Die Idee dahinter ist, mit dem kirche:mobil! unterwegs zu sein und die Kirche zu den Menschen zu bringen. "Zielorte können zum Beispiel Wochenmärkte sein, Dorf- oder Feuerwehrfeste, Parkplätze vor Supermärkten, Baumärkten oder Bahnhöfen, das Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Konzertveranstaltungen, Friedhofseingänge, Schulen oder Kindergärten", erklärt Diakon Storb. "Wir wollen vor allem diejenigen Menschen erreicht, die sonst nicht den Drang haben, auf unsere Kirche zuzugehen." Durch das kirche:mobil! hat Kirche die Möglichkeit, anders in der Öffentlichkeit aufzutreten. "Dabei wollen wir keinesfalls missionieren im herkömmlichen Sinne, sehr wohl aber deutlich machen, dass Kirche auch ganz neue Wege gehen kann und unvoreingenommen für alle Menschen da sein will."

200 Tage im Jahr unterwegs

Gemeindereferentin Carla Martin, Diakon Christoph Storb und Pastoralreferent Christoph Morgen nehmen den Scheck über 30.000 Euro von Michaela Marx und Thomas Theis von der Bischof-Stein-Stiftung entgegen.

Im Jahr soll das Mobil an etwa 200 Tagen durch das Dekanat Völklingen fahren. "Wir haben in der Probephase letztes Jahr die Erfahrung gemacht, dass die Leute sich sehr darüber freuen, wenn wir kommen", sagt Carla Martin. "Gerade von älteren Menschen ist die Reaktion häufig: ‚Ihr habt uns nicht vergessen!‘" Das Projekt ist ein Paradebeispiel für eine diakonische Kirche, wie sie auch in der Synode des Bistums Trier beschlossen wurde, also eine Kirche, die hinaus zu den Menschen geht. "Wir wollen damit ein Zeichen setzen und zeigen, dass wir uns als Kirche nicht zurückziehen", so Pastoralreferent Morgen.

Unterstützt werden die Hauptamtlichen von zahlreichen Ehrenamtlichen sowie Kooperationspartnern. Gisela Rink, Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes für Saarbrücken und Umgebung e.V.: "Gerade im ländlichen Bereich verlieren die Dörfer zunehmend ihre Mitte. Geschäfte schließen, Vereine überaltern oder sterben aus und auch die Kirche und der sonntägliche Gottesdienst verlieren zunehmend an Bedeutung. Das kirche:mobil! könnte dazu beitragen, der Kirche und der Caritas vor Ort ein neues Gesicht zu geben." Vier Stunden pro Woche will der Caritasverband das kirche:mobil! auch personell unterstützen. Neben der Caritas haben unter anderen das Ambulante Hospiz St.Michael Völklingen, die Katholische Erwachsenenbildung und die Katholischen Öffentlichen Büchereien Ludweiler und Heusweiler eine Kooperation mit dem kirche:mobil! zugesagt. 

Finanziell gefördert wird das Projekt unter anderem von der Bischof-Stein-Stiftung. Zur offiziellen Vorstellung des kirche:mobil! in Püttlingen überreichten Vertreter der Stiftung den Verantwortlichen des Projekts einen Scheck über 30.000 Euro.

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