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Stand: 04.01.2022

Pressemitteilung

Vorbereitungen für den Projektabschluss „Let`s go – Migrantinnen finden ihren Weg in Deutschland III“ laufen.

Im ersten Projekt, das von Stefanie Schmidt (GWA-Sulzbach) zusammen mit den Frauen entwickelt wurde, ging es hauptsächlich darum, die Handlungskompetenzen zu erweitern und die Frauen zu stärken. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" über den Regionalverband Saarbrücken finanziert.

Themen wie "kulturelle Zwänge", verbale, psychische und physische Gewalt, Frauenrechte, Erziehung, wie läuft die Schule in Deutschland, die unterschiedlichen Frauenrollen in Syrien und Deutschland, persönliche Veränderungen durch die Flucht aus dem Heimatland, Schönheitsideale in den verschiedenen Ländern, sowie die beruflichen Perspektiven wurden diskutiert. Am Ende des Projektes war klar, die Frauen brauchen mehr. So entstand 2021 die Idee zu dem Projekt Let`s go II., jedoch erschwerte die Pandemie dieses Projekt wie geplant umzusetzen. So war schnell klar das Projekt in einem 3. Teil erfolgreich zu Ende zu bringen.

Let`s go III umfasst folgende Module: Stärkung und Unterstützung der Frauen durch Empowerment, Sensibilisierung der Unternehmen sich auf diese Frauen einzulassen, Arbeitsmarktintegration sowie die Gestaltung einer Wanderausstellung und einer Broschüre zu dem Projekt.

Im Modul 1 gab es Workshops zu verschiedenen Themen der beruflichen Zukunft wie z.B. Sprache als Schlüssel zu einer guten Integration, Unterschiede Heimat und Wahlheimat, Akzeptanz muslimischer Frauen in der Gesellschaft, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Offenheit für Konflikte, Migration als Bonus und vieles mehr. Diese wurden von Melissa Thelusmon, die selbst als Migrantin aus Gabun nach Deutschland kam und diese Probleme erfahren hat, geleitet.  

Im Modul 2 sollen Unternehmen Diversität, Ressourcen und Chancen dieser Frauen aufgezeigt werden. Machen diese Frauen doch häufig die Erfahrung, dass sie keine Chance auf den ersten Schritt zum Vorstellungsgespräch haben. Teilweise scheitert die Bewerbung an der Frage "Tragen Sie Kopftuch?", "Sind sie Muslima?, oder es gibt keine Antwort. Das ist sehr schade, da wir die Projektteilnehmerinnen als zielstrebig und kompetent erleben. Viele haben bereits ein Studium oder mehrjährige Berufserfahrungen in ihren Heimatländern. Die Frauen jedoch erleben diese Situation als erniedrigend, haben das Gefühl ihre Kompetenzen seien teilweise abhängig von Ihrem Kopftuch. Viele sind resigniert und haben das Gefühl keine Chancen zu erhalten.

Nun laufen die Vorbereitungen des dritten Teils der Abschlussveranstaltung und der Wanderausstellung. Diese soll am 09.11.22 im Salzbrunnenhaus in Sulzbach stattfinden.

Die Wanderausstellung besteht aus Porträts und anonymen Lebensläufen, die die Persönlichkeit, die Stärken, die Ressourcen und die beruflichen Ziele aufzeigen. Diese Porträts wurden von Holger Diederich im Rahmen eines Fotoworkshops in einem Fotostudio aufgenommen, was eine besondere Erfahrung für die Frauen war, aufgenommen. Gleichzeitig werden anonyme Lebensläufe, gestaltet. Weiterhin wird eine Broschüre zu diesem Projekt entstehen.

Am 09.11.22 wird es eine Abschlussveranstaltung im Salzbrunnenhaus geben zu dem alle interessierten Unternehmen eingeladen sind. Auch Firmen und Institutionen, die Interesse haben die Wanderausstellung in ihren Räumen zu präsentieren möchten, sind herzlich eingeladen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stefanie Schmidt, GWA-Sulzbach Tel. 06897/983239.





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