Orientalischer Markt in Burbach wurde zum Treffpunkt der Kulturen
Burbach. Der Burbacher Markt verwandelte sich am vergangenen Samstag erstmals in einen "Souk", einen orientalischer Markt.
Rund um den Markt wurden Speisen, Getränke und Waren aus vielen Teilen des Orients angeboten. Ein Kultur- und Erlebnisprogramm ließ den Markt darüber hinaus zu einem farbenfrohen Stadtteilfest für Burbach werden. Die Initiative dazu ging von der Stadt Saarbrücken und der Gemeinwesenarbeit Burbach in Trägerschaft von Caritas und Diakonischem Werk aus. Dass dieses Projekt so wundervoll gelungen ist, darüber freute sich ganz besonders Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, die die Erwartung äußerte, dass der Burbacher "Souk" zu einer bleibenden Veranstaltung werden müsse.
Beim Markt in Burbach verband sich in eindrucksvoller Weise orientalischer Charme mit Burbacher Gastfreundschaft. Der Marktplatz wurde zum belebten Treffpunkt von Einheimischen und Zugewanderten – ein Ort voller Sinnesfreuden, Farben, Düften und Musik. Rund 25 Händler, Einrichtungen und Vereine aus Saarbrücken und dem angrenzenden Frankreich beteiligten sich an diesem ungewöhnlichen Markt, bei dem alle in Burbach vertretenen Kulturen vertreten waren.
An den Ständen präsentierten sie eine Vielzahl von Waren. Angeboten wurden u.a. Gemüse, Obst, Oliven, Datteln, Gewürze, Brot, Töpferwaren und Schmuck. Gegrilltes Lamm, Minztee, Gebäck, dazu Wein oder ein kühles Bier – und im Hintergrund Musik aus Istanbul.
Auf der Bühne wurde ein buntes Programm mit Bauchtanz und Tänzen aus Italien, der Türkei oder Sri Lanka dargeboten.
In vier Zelten war der Orient hautnah erfahrbar: Ein „Wohlfühl-Zelt“ bot Frauen Gelegenheit zum Entspannen bei Tee, Musik und Massagen und dem Angebot des Kaffeesatz-lesens.
Der Interreligiöse Jugenddialog gewährte in einem anderen Zelt Einblicke in die christliche, islamische und jüdische Religion, die alle drei ihre Wiege im Orient haben.
Ein weiteres Zelt war für die Kinder reserviert. Sie konnten hier basteln, malen und Geschichten hören. Der bekannte palästinensische Kinderbuchautor Ghazi Abdel-Qadir las am Nachmittag aus seinen Büchern vor.
Die Kurdische Gemeinde hatte ein echtes Nomadenzelt aufgebaut. Und mitten in der Fusballweltmeisterschaft war auch für das passende WM-Feeling gesorgt:
Für die Fußballfans gab es ein „Menschenkicker“-Spielfeld ("Tischfußball mit echten Menschen"). Gegen 18 Uhr endete der Markt mit einem musikalischen Highlight, der französisch-arabischen Gruppe Nourai aus Vitry-le-François.
Federführend für den orientalischen Markt Burbach waren das Zuwanderungs- und Integrationsbüro (ZIB) der Landeshauptstadt Saarbrücken und die Gemeinwesenarbeit Burbach (GWA) in Trägerschaft von Caritas und Diakonischem Werk. Zahlreiche weitere Einrichtungen und Vereine, soziale Einrichtungen, Schulen, Kindergärten, Gewerbetreibende und Kunsthandwerker hatten sich angeschlossen. Menschen aus rund 100 Ländern leben in Burbach und der Burbacher Markt sollte zum Treffpunkt der Kulturen werden. Dass dies in so beeindruckender Weise gelungen ist, ermutigt die Organisatoren in Zukunft vielleicht regelmäßig einen Orientalischen Markt, als neue Attraktion für den Stadtteil Burbach, anzudenken