Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa hat auf ihrer Sommerreise den Jugendhilfeverbund St. Elisabeth in Fulda-Maberzell besucht. St. Elisabeth, in Trägerschaft des Diözesan-Caritasverbandes Fulda, hat eine Nachhaltigkeits-Initiative gestartet - mit vielen Einzel-Projekten, die auch die Kinder und Jugendlichen aktiv miteinbeziehen. Für den Deutschen Caritasverband und die Caritas-Präsidentin, die sich Klimaschutz und Klimasozialpolitik auf die Fahnen geschrieben haben, ist St. Elisabeth ein beispielhaftes Erfolgsmodell für engagierten Klimaschutz in Caritas-Einrichtungen:
"Kinder müssen vor Umwelt- und Klimarisiken geschützt werden. Das ist ein integraler Bestandteil ihrer Kinderrechte. St. Elisabeth ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie in Einrichtungen der Wohlfahrt Klimaschutz umgesetzt werden kann, unter Einbeziehung der Jüngsten, für deren Zukunft wir alles tun müssen, um die Umwelt lebenswert zu erhalten."
Gleichzeitig fordert die Caritas-Präsidentin die Politik auf, die finanziellen Voraussetzungen für Klimaschutz und Klimaanpassung in der Kinder- und Jugendhilfe zu schaffen. "Ohne entschiedene politische Maßnahmen bleibt die jüngere Generation den Gefahren von Hitze, Wetter-Katastrophen und einer Zerstörung der Lebensgrundlagen ausgeliefert. Es bleibt unsere dringende Erwartung, dass 10 Mrd. Euro aus dem Sondervermögen für die energetische Sanierung der Einrichtungen der sozialen Dienste bereitgestellt werden", so Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa.
Vor den Klimafolgen schützen
Um Klimaschutz nachhaltig in der Regelfinanzierung zu verankern, fordert der Deutsche Caritasverband seit langem, dass Klimaschutz und Klimaanpassung in den Sozialgesetzbüchern explizit als Ziele verankert und als Bestandteil eines umfassenden Wirtschaftlichkeitsbegriffs anerkannt werden. Ansonsten ist zu befürchten, dass dringend notwendige Maßnahmen zu Klimaschutz und Klimaanpassung von den Kostenträgern abgelehnt werden und folglich nicht realisiert werden können.
St. Elisabeth: Mit Überzeugung in Sachen Nachhaltigkeit aktiv
St. Elisabeth und seine rund 200 Mitarbeiter_innen sind mit Leidenschaft und Überzeugung in Sachen Nachhaltigkeit aktiv. "Durch die Photovoltaik-Anlagen, Streuobstwiesen, die pädagogischen Arbeit oder nachhaltige Ernährung sind in unseren Einrichtungen Klimaschutz und Nachhaltigkeit als Querschnittsthemen strategisch verankert und umgesetzt. So versuchen wir unserer Verantwortung zur Bewahrung der Schöpfung und für gute Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden", erklärt Einrichtungsleiter Christof Schneider.
Dabei werden die Kinder und Jugendlichen aktiv eingebunden. Dieses Engagement strahlt auch nach außen. Im Juni haben zahlreiche Kinder und Jugendliche aus den Wohngruppen von St. Elisabeth im Altenpflegeheim St. Josef in Fulda 150 konventionelle Wasser-Perlatoren gegen wassersparende Varianten ausgetauscht. Das Motto der Caritas Jahreskampagne "Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen" wird hier praktisch gelebt. Zudem arbeitet der Jugendhilfeverbund eng mit anderen Einrichtungen im Rahmen des neuen Netzwerks "Jugendhilfe.nachhaltig.vernetzt" innerhalb des Bundesverbands Caritas Kinder- und Jugendhilfe (BVkE) zusammen.
Die klimasozialpolitische Initiative des Deutsche Caritasverbands ist möglich durch die Unterstützung der Stiftung Mercator.
Sommerreise:
Die Sommerreise der Caritas-Präsidentin ist thematisch auf die Jahreskampagne des Verbandes bezogen. Ob Jugendhilfe, Palliativstation, Pflege-Übungs-Zentrum, Familienpaten oder Klimaschutzprojekt - an den verschiedenen Stationen geht es um das Miteinander der Generationen. Denn: Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen.