Nach mehreren Jahren Pause wird das erfolgreiche Kooperationsprojekt nun wieder aufgelegt. Alle Kinder der beiden vierten Klassen haben die Möglichkeit, Judentum, Christentum und Islam gemeinsam kennenzulernen - unabhängig von einer eigenen Religionszugehörigkeit. Die Teilnahme ist freiwillig und erfolgt über die Anmeldung durch die Eltern.
Im Mittelpunkt stehen gelebter Glaube und Alltag: Feste und Feiertage, Fastenzeiten, Traditionen und heilige Schriften. Am Vormittag greifen die Religionslehrerin Sandra Ulzheimer-Rütter und Christoph Stattaus von der Evangelische Kirchengemeinde Saarbrücken-Mitte zentrale Themen auf. In Form von Stationsaufgaben setzen sich die Kinder aktiv mit den Inhalten auseinander und kommen miteinander ins Gespräch.
Einmal pro Woche wird am Nachmittag im Sozialpädagogischen Bereich (SPB) weitergearbeitet. Dann wird gemeinsam gekocht, gebastelt und gebaut, es werden Musik und Tänze aus den jeweiligen Religionen kennengelernt. Dabei entdecken die Kinder viele Gemeinsamkeiten zwischen Judentum, Christentum und Islam.
Zum Abschluss jedes Themenblocks stehen Besuche in Gotteshäusern mit kindgerechter Führung durch die jeweiligen Religionsgemeinschaften an. Im März lernen die Kinder die Synagoge und die katholische Kirche Christkönig kennen. Dort werden sie von der Gemeindereferentin Bärbel Sieg empfangen. Im Mai folgt der Besuch der Moschee in Alt-Saarbrücken.
Insgesamt nehmen 35 Kinder teil - und die Begeisterung ist groß. Aufgrund der starken Nachfrage wird das Projekt im kommenden Schuljahr erneut angeboten.
Möglich ist das Interreligiöse Projekt dank der engen Zusammenarbeit der Ganztagsgrund-schule Folsterhöhe mit dem SPB der Landeshauptstadt Saarbrücken, der Gemeinwesenarbeit Folsterhöhe des Caritasverbandes für Saarbrücken und Umgebung und der Evangelische Kirchengemeinde Saarbrücken-Mitte. Initiiert und begleitet wird das Projekt von Anette Becker von der Caritas-GWA Folsterhöhe.
