Saarbrücken:
Das Stiftungszentrum im Bistum Trier hat in Saarbrücker Kirchenladen am St. Johanner Markt eine monatliche Stifter-Sprechstunde eingerichtet. Eröffnet wurde die neue Informations- und Beratungstelle am 19. März durch Astrid Gercke-Müller, Kuratorin der Caritas-Stiftung Menschen in Not und Ehefrau des saarländischen Ministerpräsidenten. Ziel des neuen Angebotes sei es, das Stiftungsnetzwerk in Saarbrücken bekannt zu machen und Menschen, die an einer Stiftung interessiert sind, einen kurzen Weg zu Information und Beratung zu ermöglichen. Dazu sollen künftig an jedem ersten Donnerstag im Monat, jeweils von 16 bis 18 Uhr im Kirchenladen st.-glauben am markt (St. Johanner Markt 23) Sprechstunden stattfinden.
Stiftungen sind wieder modern, sagte Kuratorin Gercke-Müller. Im vergangenen Jahr seien in Deutschland so viele Stiftungen gegründet worden, wie lange nicht mehr. Im Saarland sei die Zahl der selbstständigen Stiftungen 2008 um 4 auf 130 gestiegen. Stiftungen bereicherten unser Gemeinwesen, das heute ohne sie oft nicht mehr zu denken sei. In den gemeinnützigen Stiftungen, wie auch im vielfältigen ehrenamtlichen Engagement drücke sich die bürgerliche Gesellschaft aus, die nicht alles vom Staat abhängig mache, sondern selbst gestalterisch tätig werde und soziale Verantwortung übernehme. Zu den erfolgreichen Stiftungsinitiativen im Saarland gehöre auch der Aufbau von Stiftungen durch das Bistum Trier. Die 2004 gegründete Stiftung Menschen in Not, in deren Kuratorium ich mitarbeite, hat bereits in zahlreichen Fällen besonderer Not in einzelnen Familien geholfen, vielfach auch bei uns im Saarland, sagte Gercke-Müller. Zu den Aufgaben dieser Stiftung gehöre es auch, die inzwischen 24 Treuhandstiftungen mit sozialer Zwecksetzung zu verwalten, die oft von Privatpersonen gegründet wurden. Mit Magdalena Theobald aus Marpingen-Alsweiler, Gründerin der nach ihr benannten Stiftung für Menschen in Armut und Landespolizeidekan Dr. Rolf Dillschneider, Gründer der Beate-Manthey-Stiftung für Schwerstkranke, stellte Gercke-Müller zwei der saarländischen Initiatoren vor. Sie dankte allen für ihre Initiative und wünschte Ihnen und uns, dass wir noch viele Stifterinnen und Stifter finden, die Ihrem Beispiel folgen und mit ihren Stiftungen viel Gutes für die Zukunft bewirken, vor allem zugunsten der künftigen Generationen.
Stiftungen seien nicht zuerst ein Hilfswerk für heute sondern für die Zukunft, betonte Winfried Görgen, Leiter des Stiftungszentrums des Bistums Trier. Es gehe darum, den folgenden Generationen eine Basis zu bilden, damit dort weiter Gutes getan werden kann. Stifterinnen und Stifter hinterließen von ihrem Leben ein Stück, das anderen Mut machen könne, ähnlich zu denken und zu handeln. Die einmal getroffene Entscheidung eine Stiftung zu gründen oder zu unterstützen, bewirke das Gute immer wieder neu, weil der Stiftungszweck mit den jährlichen Zinsen des einmal hergegebene Stiftungskapitals ermöglicht werde. Dazu gebe eine Stiftung lange Zeit Zeugnis davon, was dem Stifter wichtig war. Wer sich zur Idee der Stiftung oder von Zustiftungen persönlich informieren wolle, sei herzlich zu dem monatlichen Angebot im Saarbrücker Kirchenladen eingeladen.
Information im Netz: www.stiftungszentrum-trier.de oder www.caritas-saarbruecken.de