Die Teams kommen aus Einrichtungen der Wohnungslosen-, Sucht- und Straffälligen Hilfe sowie von Straßenzeitungen. Das Leben der Spieler ist oder war von Sucht, Einsamkeit und Heimatlosigkeit bestimmt. Die Spieler von über 20 Mannschaften aus ganz Deutschland stellten am 12 und 13 Juli 2015 in Aachen erneut unter Beweis, dass Fußball ohne Glamour ebenso spannend sein kann wie die Profiliga.
Seit 6 Jahren nimmt das Bruder-Konrad-Haus Saarbrücken an den Deutschen Meisterschaften im Straßenfußball der Wohnungslosen teil. Bereits zum 4. Mal stellt das BKH einen Nationalspieler für die Nationalmannschaft der Wohnungslosen. Im September dieses Jahres tragen dann über 55 Nationen den Homeless World Cup der Wohnungslosen in Amsterdam aus. Mit zum Team Germany gehört dann der 23 jährige Michael Schöne aus dem Saarland.
Michael Schöne lebt seit eineinhalb Jahren im Bruder-Konrad-Haus in Saarbrücken, einer Caritaseinrichtung für wohnungslose Männer. Mittlerweile hat er eine eigene Wohnung in Saarbrücken bezogen und wird von Mitarbeitern des Bruder–Konrad-Haus weiter betreut. Dadurch dass er eine Arbeitsmöglichkeit im Bruder-Konrad-Haus gefunden hat haben wir einen guten Kontakt zu einander und können gleich unterstützend eingreifen wenn Hilfe gefragt ist, betont Bernhard Pinter, der zuständige Sozialarbeiter.
Sowohl bei den Deutschen Meisterschaften der Wohnungslosen als auch beim seit 2003 jährlich veranstalteten Homeless World Cup geht es um viel mehr als Sport. Es geht um soziale Teilhabe und positive Erfahrungen wie Teambewusstsein und persönliche Erfolge, aber auch um den Respekt und die Wertschätzung durch die Zuschauer. Die Motivation und das Gefühl von Verantwortung, welche die Spieler im Laufe des Turnieres entwickeln, verändern ihr Leben über die Meisterschaft hinaus weiß Bernhard Pinter, der zuständige Sozialarbeiter und Trainer der Mannschaft zu berichten.
