Suchtberatung und –behandlung

Die Suchtberatungsstellen in Völklingen und Saarbrücken sind  zu einem Therapieverbund zusammengeschlossen. Erste Anlaufstelle für ein Einzelgespräch ist in beiden Stellen die offene Sprechstunde: in  Völklingen donnerstags von 14 bis 15 Uhr (06898 - 986940), in Saarbrücken montags von 13:30 bis 16:30 Uhr  (0681 - 3090650) - eine telefonische Anmeldung ist erwünscht. Danach haben Sie verschiedene Möglichkeiten: Beratungsgespräche im Rahmen von Einzel-, Paar- oder Gruppenterminen, bei Bedarf eine ambulante Rehabilitation (wohnortnahe Behandlung) oder aber die Vermittlung in eine stationäre Fachklinik, daran anschließend eine Stabilisierung durch die Nachsorge in unserer Beratungsstelle. Was das Richtige für Sie ist, klären wir mit Ihnen gemeinsam. Wir vermitteln Sie auch in eine Selbsthilfegruppe.

Neue Wege

Unsere Angebote in der Suchtberatung

Alkoholabhängigkeit bzw. -missbrauch

 

Alkohol ist in Deutschland allgegenwärtig. In nahezu jedem Bereich des Lebens gehört Alkoholkonsum anscheinend dazu: auf Partys, Hochzeiten und Geburtstagen, beim Grillfest der Grundschule und beim Einstand im Büro, bei der Weihnachtsfeier und nach dem Geschäftsabschluss. Dabei werden dem legalen Suchtmittel grenzenlose Fähigkeiten zugeschrieben: Alkohol soll Traurige lustig und Gestresste friedlich machen, Müden zu Munterkeit und Problembeladenen zum besseren Einschlafen verhelfen, Gemütlichkeit und Stimmung an den Tisch bringen, Löcher im eigenen Leben kitten und dem Sieg des heimischen Fußballvereins erst wahre Größe verleihen. Wie auch immer die Situation, Alkohol scheint zu verbessern und zu "helfen".
Als Folge konsumieren in Deutschland rund 9,5 Millionen Menschen Alkohol auf riskante Weise, 1,3 Millionen Menschen sind abhängig. Jeder fünfte Mann und fast jede sechste Frau trinken zu viel. Weltweit belegen wir im Alkoholkonsum den 5. Platz.
Wenn auch Sie schon einmal Ihr Trinkverhalten in Frage gestellt haben oder von anderen darauf angesprochen wurden, dann können Sie in unserer offenen Sprechstunde ein Erstgespräch erhalten. Eine weiterführende Beratung besteht aus Einzel- und eventuell Paargesprächen sowie der Teilnahme an unserer Orientierungsgruppe. Hier können Sie sich mit unserer Hilfe Klarheit über Ihre aktuelle Situation und Ihre Alkoholproblematik verschaffen.
Falls sich eine Behandlungsnotwendigkeit herausstellt, gibt es wiederum zwei Möglichkeiten: entweder eine ambulante medizinische Rehabilitation in unserer Einrichtung oder aber die Vermittlung in eine Fachklinik bzw. eine suchtspezifische Tagesklinik. Diese Entscheidung wird gemeinsam am Ende des Therapieprozesses getroffen.
Unsere ambulante Rehabilitation bietet Ihnen eine wohnortnahe Behandlung Ihrer Abhängigkeit und die Möglichkeit, mit direktem Bezug zum Alltag und unter Einbeziehung Ihres sozialen Umfeldes an Ihrer Problematik zu arbeiten.
Für einige Menschen ist eine stationäre Rehabilitation geeigneter. Hier helfen wir Ihnen bei der Vermittlung. Nach dem Klinikaufenthalt können Sie in unserer ambulanten Nachsorge Ihre erreichte Abstinenz stabilisieren und werden beim Übergang in den Alltag - ob familiär oder beruflich - therapeutisch begleitet.
Bei allen unseren Angeboten besteht die Möglichkeit, Angehörige oder auch andere Personen aus dem nahen sozialen Umfeld einzubeziehen.

Ambulante Rehabilitation

Die ambulante Rehabilitation kommt für Sie in Frage, wenn  Sie
•     die erreichte Abstinenz  weiter stabilisieren möchten
•     mehr über sich erfahren möchten, auch um Rückfälligkeit zu vermeiden
•     Ihre Lebensqualität weiter verbessern möchten
•     mehr zu den Hintergründen Ihrer Suchterkrankung erfahren möchten und diese bearbeiten wollen
•     Ihre berufliche Leistungsfähigkeit  wieder erlangen oder sichern wollen

Unser Team besteht aus Fachärzten, einer Psychologin und SozialarbeiterInnen mit anerkannten Zusatzqualifikationen.

Bei der Antragstellung sind wir Ihnen gerne behilflich

Ambulante Nachsorge

Wir bieten Suchtkranken nach Abschluss einer stationären oder teilstationären Rehabilitation eine ambulante Nachsorgebehandlung an. Diese erfolgt i.d.R. in Form von Gruppen- und Einzelgesprächen. Die Patienten werden sofort nach ihrer Entlassung aus der Fachklinik aufgenommen und dann bis zu einem Jahr auf ihrem Weg der Stabilisierung und beruflichen Wiedereingliederung begleitet. Der Antrag wird noch in der Klinik gestellt, die Kosten tragen die Renten- bzw. Krankenversicherungen. Eine Nachsorgebehandlung erhöht die Chancen auf eine dauerhafte Abstinenz erheblich.

Glücksspielsucht

 

Oft verläuft der Einstieg harmlos und Spaß, Spannung und kurzweiliges Vergnügen stehen im Vordergrund. Daraus kann sich jedoch ein Suchtverhalten entwickeln, das manchmal sogar über längere Zeit unbemerkt bleibt.

In Deutschland gibt es zurzeit schätzungsweise etwa 300.000 Glücksspielsüchtige. Glücksspielsucht (auch Pathologisches Glücksspiel genannt) ist mittlerweile als Krankheit anerkannt. Der Übergang vom "harmlosen" zum problematischen und süchtigen Spielen ist oft fließend. Nach anfänglichen Gewinnen kann sich das Verlangen entwickeln, diese positiven Gefühle immer wieder erleben zu wollen. Verluste dagegen rufen den Gedanken hervor, weiterspielen zu müssen, um sich das verlorene Geld zurückzuholen. Irgendwann spielt man immer weiter und verliert nach und nach die Kontrolle über sein Spielverhalten. Negative familiäre, soziale und berufliche Folgen, die durch das verstärkte "Zocken" auftreten, werden verdrängt.

Menschen, die Probleme mit dem Glücksspiel haben, können sich an die Beratungsstelle wenden. Im Erstgespräch laden wir die Ratsuchenden in unsere wöchentliche Orientierungsgruppe für Glücksspieler ein, außerdem bieten wir Einzel- und Paar- bzw. Familiengespräche an. Wenn sich in der Beratungsphase herausstellt, dass eine Therapie erforderlich ist, können wir auch in Fachkliniken vermitteln und bieten nach dieser stationären Therapie eine ambulante Nachsorge an.
In bestimmten Fällen ist auch eine ambulante Rehabilitation in der Beratungsstelle möglich.

Neben selbst betroffenen Glücksspielern beraten wir auch Angehörige von suchtgefährdeten oder suchtkranken Spielern.

Suchtberatung in Völklingen

Die Suchtberatungsstellen in Völklingen und Saarbrücken sind  zu einem Therapieverbund zusammengeschlossen. Erste Anlaufstelle für ein Einzelgespräch ist in beiden Stellen die offene Sprechstunde: in  Völklingen donnerstags von 14 bis 15 Uhr (06898 - 986940), in Saarbrücken montags von 13:30 bis 16:30 Uhr  (0681 - 3090650) - eine telefonische Anmeldung ist erwünscht. Danach haben Sie verschiedene Möglichkeiten: Beratungsgespräche im Rahmen von Einzel-, Paar- oder Gruppenterminen, bei Bedarf eine ambulante Rehabilitation (wohnortnahe Behandlung) oder aber die Vermittlung in eine stationäre Fachklinik, daran anschließend eine Stabilisierung durch die Nachsorge in unserer Beratungsstelle. Was das Richtige für Sie ist, klären wir mit Ihnen gemeinsam. Wir vermitteln Sie auch in eine Selbsthilfegruppe.

Pressemitteilungen

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  • Pressemitteilungen
01.06.2017

"sich das Leben nehmen - Alkoholismus aus der Sicht eines Alkoholikers"

Alle zwei Jahre findet die „Aktionswoche Alkohol“ statt, die bundesweit durch zahlreiche Veranstaltungen zum Nachdenken über den Umgang mit Alkohol anregen will. mehr


23.03.2017

Unabhängig im Alter – Lebensqualität erhalten

Saarbrücken: Frau S. 74 hat es nach mehreren Anläufen geschafft, die Suchtberatungsstelle der Caritas in Saarbrücken aufzusuchen. Seit dem Tod ihres Ehemanns leidet sie unter Schlafstörungen und Ängsten. Schlaf- und Beruhigungsmittel sollten ihr ... mehr


21.06.2016

Hilfe für Angehörige von Suchtkranken

Ist ein Familienmitglied krank, leidet häufig die ganze Familie. Deshalb bietet der Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung e. V. nicht nur Hilfe für Menschen mit Suchtproblemen, sondern auch für deren Angehörige. mehr


24.06.2015

Autorenlesung „Der kluge Säufer“

Anlässlich der bundesweiten Aktionswoche Alkohol fand am 16. Juni 2015 eine Autorenlesung statt. Franziska Steinrauch, eine im Saarland lebende Schriftstellerin, las aus Ihrem Roman „Der kluge Säufer“. mehr


03.06.2015

Autorenlesung „Der kluge Säufer“

Die Suchtberatungsstelle des Caritasverbandes Saarbrücken lädt alle Interessierten zur Lesung „Der kluge Säufer“ ein. Die Autorin Franziska Steinrauch liest aus ihrem Roman. mehr